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Note: Quelle: Aufzeichnungen v. K. Siemen basierend auf O. Rautenbergs Arbeiten Adolph Voigt oder Hans Adolph Voigt soll Kirchenjurat und Hufner in Kosel bei Eckernf�rde gewesen sein. Leider sind die Kirchenb�cher von Kosel in der ersten H�lfte des 18. Jahrh. verbrannt. Weitere Informationen sind aus den Akten des Domkapitulars Schleswig, die im Kieler Rohwitz Archiv lagern, sowie aus dem Riesebyer Eheprotokoll v. 10.5.1761 zu erfahren. So lebte ein Friedrich Voigt vor dem 26.4.1765 in Kosel. Da Adolph Voigt seinen �ltesten Sohn Friedrich nannte, k�nnte es sich um seinen Vater handeln. Adolph Voigt betrieb als sog. Holl�nder Milchwirtschaft auf Bredenmoor, dem damaligen Meierhof des Gutes Cronsburg - um 1770 P�chter. Sp�ter als Inste auf Freienfelde, diese Parzelle geh�rte zum Gut Staun. Nach dem unten aufgef�hrten Buch von Chr. Kock auf S. 148: Um die Milchwirtschaft lohnender zu gestalten, rief man zur Leitung der Meiereien Landleute aus Holland herbei oder verpachtete die Meiereien an Holl�nder, weswegen die Meiereien auch Holl�ndereien genannt wurden. Information von Dr. Karsten Vogel, Flensburg Insten hatten keinen Landbesitz, manchmal ein kleines Haus. Ihre Stellung entsprach etwa der eines Tagel�hners. Parzellisten hatten ehemaliges Gutsland erworben und mu�ten daf�r eine j�hrliche Abgabe entrichten. Sie konnten das Land nach eigenen Vorstellungen bewirtschaften und waren pers�nlich frei. (s. auch Informationen �ber Staun bei Ludwig Christoph Voigt) aus "Volks- und Landeskunde der Landschafts Schwansen" v. Chr. Kock S. 157 ff. zum Thema Leibeigenschaft Typischer Werdegang eines Bauernjungen als Leibeigener bei Bew�hrung: G�nsejunge, Schafjunge, Kleinjunge, Gro�junge, Knecht, Gro�knecht, Inste, Der Inste verrichtete gegen niedrigen Tagelohn, 4-5 Schilling ohne Kost, auf dem Hofe oder bei einem Bauern Tagel�hnerarbeit, und nur dann, wenn es an Arbeit mangelte, durfte er ausw�rts solche suchen. F�r den sog. Kohlhof (kleiner Landstreifen f�r eigene Nutzung) und die eigene Wohnung mu�te die Instenfrau 60-70 Feld- oder Gartentage tun. Besonders wohl- wollende Gutsherren gaben ihren Insten wohl dazu noch freie Weide und Winterfutter f�r eine Kuh. Die h�chste Stufe irdischer Gl�ckseligkeit hatte der Leibeigene erklommen, wenn er einen Wurtsitz (gespannf�hige Katenstelle) erhielt oder Viertel-, Halb- oder Vollhufner wurde. Keineswegs aber war er Besitzer der Hufe, sondern gleichsam nur Verwalter oder Nutznie�er derselben. Oftmals geh�rte dem Bauern nicht einmal das Inventar ... Eigene Anmerkungen: Wie ich im Juli 95 in Eckernf�rde, im Haus des Kirchenkreises, im Copulations- register Kosel nachlesen konnte, handelt es sich bei dem obigen Kirchen- juraten um einen Hans Adolph Voigt, der nach dem heutigen Kenntnisstand nichts mit der Familie zu tun hat. Weitere Spuren ab 1995: Unser Adolph Voigt wird nach dem Verzeichnis der Getauften 1747 f�r Sieseby am FES. 2 PENTEC als Gevatter bei Jacob Ha� aufgef�hrt. Vater des T�uflings war Detlev Ha�, Leibeigener und B�ttger in Sieseby.
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